Pressespiegel 2012

 


 

Plakat 2012




 

20. Fest der Begegnung als starkes Zeichen des Miteinanders

Zuwanderung nicht Gefahr, sondern Chance! 


"Die Zuwanderung von Menschen aus anderen Kulturen ist nicht als Gefahr, sondern als Chance zu sehen", betonte Sepp Gruber, Hauptinitiator des 20. "Fests der Begegnung" am 2.6. am Rathausplatz in St. Pölten. Sepp Gruber von der diözesanen Betriebsseelsorge Traisental sagte weiters im Rahmen des Festes: „Es geht um das Verständnis, dass alle Menschen die gleichen Rechte und die gleiche Würde haben.“ Er zitierte den jüdischen Religionswissenschaftler Pinchas Lapide: "Es gibt keine Fremden, es gibt nur Menschen, die sich noch nicht richtig begegnet sind." Darum bemühe man sich seit 20 Jahren um Begegnung und will Ghettos aufbrechen und gemeinsam feiern und reden.


Auch St. Pöltens Bürgermeister Matthias Stadler sieht in diesem Fest, das seit 20 Jahren begangen wird, "ein Zeichen funktionierender Integrationspolitik über die Grenzen der Stadt hinaus". Es gelte, "diese Vielfalt zu leben und der Einfalt sowie der Missgunst keinen Raum zu geben". Stadler erteilte jenen eine scharfe Abfuhr, die die jüngste Tötung eines Schülers in St. Pölten-Wagram dazu nutzen, das Migrationsthema neu anzuheizen. Der Bürgermeister richtete an die Anwesenden den Appell, jene, die schon seit Jahrzehnten Österreich als Heimatland gewählt haben, nicht mehr als "Fremde" und "Ausländer" zu bezeichnen. Auch Bundesrätin Martina Diesner-Wais sieht die Integration als wichtigen Aspekt einer funktionierenden Gesellschaft: "Nur wenn wir aus dieser Vielfalt schöpfen, werden wir auch Erfolg haben", sagte sie.

Gekommen waren auch Bischofsvikar Dr.Gerhard Reitzinger und der Direktor der past.Dienste Dr.Sepp Winklmayr als kath. Vertreter, der Superintendent der evangel. Kirche NÖ, Mag.Paul Weiland und der Vorsitzende der islamischen Glaubensgemeinde NÖ, Isik Mehmet sowie zahlreiche Stadt- und Gemeinderäte von St. Pölten und Landtagsabgeordnete Heidemaria Onodi.

Das Fest präsentierte bereits am 1.6. ab 18 Uhr in Kooperation mit der "langen Nacht der Kirchen" im Cinema Paradiso einen Abend zum Thema Begegnung der Kulturen mit dem Film SOMMER 1972 von Wilma Calisir (eine österr.-türkische Familiengeschichte) und der Buchpräsentation von Beatrice Achaleke "Vielfalt statt Einfalt" und Diskussion zu Diversität als Chance, u.a. mit Martin Schenk von der Diakonie, der das Buch 'die Integrationslüge' veröffentlicht hat.

Am 2. Juni präsentierten ab 11.30 Uhr fast 30 Gruppen am Rathausplatz ein vielfältiges, multikulturelles Programm mit Kindertänzen, Folklore, Musik, und kulinarischen Köstlichkeiten aus den verschiedenen Heimatländern. Bei Blasmusik, Trommelklängen, dem Chor Mixdur, Folkoregruppen, einer kurdischen Band sowie Musikern aus Afghanistan, Georgien und Brasilien unterhielten sich die Menschen am Rathausplatz und kam einander näher. Um 18 Uhr präsentierte dann Harri Stojka mit Band seine CD "Gitancoer d'Europe" mit viel Begeisterung. Ab 20 Uhr machte Ben Martin mit hervorragenden Musikerkollegen wie dem Posaunisten Martin Ptak den Abschluss des Openairfestes. Im Cinema legten dann beim „Hot Spot“ ab 21.30 Uhr noch die dj's von Riddim Warrier sowie von Don Dada Nation auf. Zwischendurch trat auch der Nigerianer King Onwa als "Special Guest" auf.

Das 20. Fest der Begegnung am 1. und 2. Juni war so wieder als echtes Begegnungsfest zu erleben, an dem zahlreiche Gäste jeglicher Herkunft aus St. Pölten und er Umgebung teilnahmen.